Der Ursprung in Japan
Der Ursprung des Aikido: Morihei Ueshiba
Aikido wurde von dem Japaner Morihei Ueshiba, inzwischen O-Sensei (Großer Lehrer) genannt, im Laufe seines Lebens entwickelt. 1883 in der Präfektur Wakayama als Sohn eines Bauern geboren, war er bis zum Alter von 14 Jahren eher schwächlich.
Zur körperlichen Ertüchtigung erlernte er verschiedene Kampfkünste, darunter verschiedene Stile des Jujutsu (unbewaffnete Kampfkunst), Kenjutsu (Schwertkampfkunst) und Sojutsu (Kampfkunst mit dem Speer).
Trotz seiner geringen Körpergröße von nur 1,55 Meter galt er später als unbezwingbar.
Unzufrieden mit einer nur auf Kraft und Technik beruhenden Meisterschaft vertiefte er sich zeit seines Lebens auch in religiöse und philosophische Studien.
Die Geschichten seiner enormen physischen Stärke und seiner Fähigkeiten als Kampfkünstler sind zahllos und beeindruckend.
Noch wesentlicher ist aber das Vermächtnis der Gewaltlosigkeit und Menschlichkeit, das er mit dem Aikido der Menschheit hinterlassen hat.
Bis kurz vor seinem Lebensende im Alter von 86 Jahren entwickelte und verfeinerte er Aikido weiter, trainierte und lehrte er täglich. Seine letzte öffentliche Vorführung gab er im Alter von 86, vier Monate vor seinem Tod.
Er starb am 26. April 1969 und wurde nach seinem Tod von der japanischen Regierung posthum zum Heiligen Nationalschatz erklärt.
Kisshomaru Ueshiba
O-Sensei’s Sohn, Kisshomaru Ueshiba, setzte die Arbeit nach dem Tod seines Vaters im Welthauptquartier des Aikikai in Tokio (Hombu Dojo) bis zu seinem Tod 1999 fort.
Inzwischen gibt es viele tausende Aikido-Übende auf der ganzen Welt. Im Allgemeinen erkennen sie als die zentrale Koordinationsstelle das Hombu-Dojo in Tokio an. Die Organisation, die die weltweite Koordination übernommen hat, heißt Aikikai. Es gibt in fast jedem Land eine nationale Organisation.
Die jüngste Geschichte des Aikido
Der Enkel des Begünders, Moriteru Ueshiba, leitet mit der International Aikikai Federation (IAF) den Internationalen Verband, der auch in Deutschland mit dem Aikikai Deutschland seine Vertretung hat.




